Das Potential der Browserspiele

In den letzten Monaten haben Browser-Spiele einen immensen Zulauf erfahren. Webseiten-Betreiber können immer mehr User mit ihren kostenlosen Games locken. Das liegt einerseits an der großen Vielfalt der Spiele, siehe bspw. auf browserspiele.de

Alle gängigen Genres werden abgedeckt –, andererseits an der enorm gestiegenen Qualität der Games. Durch die Implementierung von Java, Flash und anderer Applets sind mittlerweile recht beeindruckende Grafiken möglich. Vor den kostenpflichtigen Spielen muss sich so manches Browser-Game nicht mehr verstecken. Konventionelle Games haben teilweise nur noch einen technischen Vorsprung von etwa einem Jahr.

Geld regiert die Welt

Einen großen Vorteil gegenüber konventionellen Spielen stellt selbstverständlich die Tatsache dar, dass die Browser-Games kostenlos angeboten werden. Dass kaum ein Spieler heute noch 60€ für ein Game ausgeben möchte, liegt ebenfalls auf der Hand. In der Vergangenheit haben sich auch große Software-Studios einfach zu große „Ausrutscher“ geleistet. Viele Gamer fühlten sich als Beta-Tester. Da ist es nicht verwunderlich, dass Spiele heutzutage oftmals auch nur noch ausgeliehen werden. Wenn der Spieler vom Produkt dann tatsächlich überzeugt ist, dann wird er es auch kaufen. Doch große Hersteller zeigen oftmals wenig Verständnis für den Unmut ihrer Kunden. Wer ein Spiel kauft, der möchte es auch „in echt“ besitzen – nicht nur ein paar Daten auf dem Rechner. Doch für das genaue Gegenteil sorgen momentan die großen Publisher. Nachdem Steam von vielen Usern mittlerweile zähneknirschend akzeptiert wurde, wird EA mit dem ähnlichen Konzept namens „Origins“ ebenfalls auf den Markt drängen. Dass die großen Entwickler die Piraterie bekämpfen möchten, ist verständlich. Doch dass diese Firmen den Unmut ihrer zahlenden Kundschaft auf sich ziehen, scheint auf taube Ohren zu stoßen.

Nicht nur durch das Label „kostenlos“ ist sympathisch

Manche Titel darf man sogar nur wenige Male installieren – obwohl es zuvor legal erworben wurde. Niemand wird gern kriminalisiert. Da macht es die Webseiten-Betreiber doch umso sympathischer, dass sie von Anfang an sagen, dass sie am Geld des Users gar nicht erst interessiert sind und man nach Lust und Laune so viel spielen darf, wie man möchte. Und das stimmt sogar – fast. Nichts auf dieser Welt gibt es umsonst, das gilt in gewisser Weise auch für kostenlose Browser-Games. Für oftmals entscheidende Features wird der User dann doch zur Kasse gebeten. Aber das nimmt man dem Betreiber nicht übel, schließlich wird niemand zum Bezahlen gezwungen. Irgendwie müssen die Unkosten schließlich auch gedeckt werden. Und ein gutes Spiel kostet irgendwo auch Geld, so viel sollte jedem klar sein. Die Sympathie-Punkte sind gewiss.

Zeit ist Geld?

Ein weiterer Vorteil der Browser-Games ist die ständige Verfügbarkeit. Es verwundert kaum, dass die meisten Games in der Mittagspause gezockt werden. Frau und Kinder werden kaum verstehen, dass Papa zu Hause vor dem Computer sitzt. Doch in der Mittagspause, da ist der Papa unantastbar. Wie man sieht, so wird auf diese Art und Weise auch zusätzlich ein ganz anderer Kundenstamm erschlossen.

Fazit

Auch in Zukunft wird der Marktanteil der Browser-Games weiter wachsen, allein aufgrund des technischen Fortschritts und der ständigen Verfügbarkeit. Der konventionelle Bereich hat sich jedoch über die letzten Jahrzehnte etabliert, mit einem Verschwinden vollständig kostenpflichtiger Games ist mittelfristig nicht zu rechnen.